08.09.2024
Von unserem Hotel mussten wir nur eine halbe Stunde bis zum Eingang des Yosemite Nationalpark fahren. Wir sind also früh aufgestanden um den ganzen Tag dort zu verbringen.
Als ersten Stopp im Nationalpark haben uns die Sequoia Bäume angesehen, in Deutschland werden sie Riesenmammutbäume genannt.

Dieser Baum ist 2.800 Jahre alt. Älter als unsere Zeitrechnung 😳
Eine faszinierende Besonderheit der Sequoias ist, dass sie sich nur nach einem Waldbrand vermehren. Die Samen in ihren Zapfen öffnen sich erst unter extremer Hitze und werden freigesetzt. Obwohl ein Waldbrand scheinbar alles vernichtet, schafft er gleichzeitig ideale Bedingungen für die jungen Sequoia-Sprösslinge: Der Boden wird gereinigt und es gibt reichlich Sonnenlicht, das sie zum Wachsen benötigen. Die alten Sequoia-Bäume selbst sind erstaunlich widerstandsfähig gegen Feuer, was ihnen hilft, auch nach den Flammen weiter zu bestehen.
Unsere Fahrt führte uns weiter in den Nationalpark, in Richtung Zeltplatz. Auf dem Weg durchquerten wir einen Tunnel, und direkt danach wurden wir mit einer atemberaubenden Aussicht auf das Yosemite Valley belohnt.



Unser Zeltplatz für die nächsten drei Tage:

Jeder Zeltplatz in den Nationalparks ist ausgestattet mit Tischen und Bänken und einer Feuerstelle.
Jeder Zeltplatz in den Nationalparks ist praktisch ausgestattet – mit Tischen, Bänken und einer Feuerstelle. Nachdem wir unser Zelt aufgebaut und uns eingerichtet hatten, stiegen wir in den Shuttlebus, der wie ein öffentlicher Nahverkehr im Yosemite Valley funktioniert. Er brachte uns zu einer Badestelle, wo wir uns bei etwa 30 Grad im erfrischenden Wasser abkühlen konnten.

Zum Abendessen gab es Nudeln mit Tomatensauce.

09.09.2024
Heute stand eine große Wanderung auf dem Programm. Mit dem Bus fuhren wir bis zum Glacier Point auf etwa 1.000 Höhenmeter über unserem Zeltplatz, von wo aus wir eine spektakuläre Aussicht genießen konnten.


Von dort führte unsere 18 Kilometer lange Wanderroute zurück ins Valley. Das erste Drittel war am angenehmsten – ein gemütlicher Abstieg mit tollen Ausblicken.


Im zweiten Drittel wurde es anstrengend, da wir nochmal 300 Höhenmeter hinaufsteigen mussten.
Das letzte Drittel war jedoch das Härteste. Nach den bereits zurückgelegten Kilometern wurde der Weg immer steiniger und steiler, sodass wir mehr klettern und kraxeln mussten als wandern. Bei jedem Schritt musste man sich extrem konzentrieren. Über weite Strecken führten steile Treppenstufen nach unten, teilweise direkt an Klippen entlang – besonders für Lisa mit ihrer Höhenangst eine Herausforderung. Am Ende war die Wanderung wohl etwas zu anspruchsvoll für uns, und wir mussten uns die letzten Kilometer ganz schön durchkämpfen. Doch nach über 8 Stunden kamen wir schließlich erschöpft, aber unversehrt, wieder im Tal an
10.09.2024
Wir sind mit richtig fiesem Muskelkarter aufgewacht und haben uns dafür entschieden einen entspannten Tag zu verbringen. Also setzten wir uns in den Shuttlebus und ließen es ruhig angehen. Ohne festen Plan stiegen wir einfach immer wieder aus, wenn uns die Aussicht besonders gut gefiel.



Das ist El Capitan – eine beeindruckende Felswand, die fast 1.000 Meter steil in die Höhe ragt. Jährlich zieht sie unzählige Kletterer an, die sich der Herausforderung stellen, diese nahezu senkrechte Wand zu bezwingen. Unglaublich! Am Fuße der Wand hatten Ranger Ferngläser auf Stativen aufgestellt und beobachteten rund um die Uhr die Kletterer, von denen wir vier erspähen konnten. Für den Aufstieg benötigt man etwa drei Tage – Wahnsinn!
Abends haben wir uns den Sonnenuntergang auf Half Dome angeschaut. Hier wird der Fels von der untergehenden Sonne angestrahlt und reflektiert vom ruhig fließenden Merced River.


11.09.2024
Am nächsten Morgen hieß es Zelt zusammenpacken und weiterfahren. Wir verließen den Nationalpark über die Tioga Road – eine der Straßen in den USA mit dem schönsten Panorama. Am höchsten Punkt ist man über 3000 Meter über dem Meeresspiegel. Die Straße überquert das Sierra Nevada Gebirge und wir machten uns weiter auf den Weg nach Nordosten.
Hier geht es zurück zur Anreise und weiter zum Yellowstone.